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Internoto Volume 28, no. 3, 2007

Cumprimentos da foto do pampa 7
Angela & Frederico Jaekel

Monte Bonito

Um das heutige Ziel der Fotosafari zu erreichen, benötigen wir nur eine knappe halbe Stunde Autofahrt. Wir müssen nur aus der Küstenebene heraus, in der die Großstadt Pelota liegt und in der sich die Asphaltstraßen BR 116, BR 293 und BR 392 treffen. Wenige Kilometer westlich unserer Heimatstadt kann man im Westen erste Hügel sehen. Wir haben allerdings noch nicht gehört, dass jemand hier Kakteen gefunden hat. Also fahren wir meist weiter, denn unser eigentliches Ziel liegt fast 90 Minuten Autofahrt entfernt. Am Morgen des 30. Oktober 2005 lief uns ein „Einheimischer" über die Straße. Es war ein „Porco-Espino" - ein brasilianisches Stachelschwein. So bekommen Sie auch dieses Mal ein bisschen brasilianischer Fauna von uns geboten. Normalerweise ist das dämmerungsaktive Säugetier scheu und man sieht es häufig am Straßenrand tot gefahren. Dieses Tier aber hatte gute Laune und ließ uns mit der Kamera einige Minuten gewähren. Es ist so groß wie eine Katze, durch die etwas abstehenden Stacheln hat es mehr Volumen. Von hinten sahen wir erstmals, dass diese 15 cm langen Stacheln an der Basis gelb gefärbt sind. Wir haben zuhause nachlesen müssen, wie das Tier sich ernährt. Das Stachelschwein lebt in ganz Brasilien in Sümpfen an den Lagunen, wo sich das Nagetier pflanzlich ernährt. Nach ein paar Minuten konnten wir dem Gesellen nicht mehr folgen, denn er lief auf einen Berg ins dichte Gestrüpp. Als wir nach Osten blickten, sahen wir am Horizont - aber bestimmt schon 20 km entfernt - die Hochhäuser von Pelotas.

Es war Zeit für uns weiter zu fahren. Als wir nun langsam weiterfuhren, sahen wir ein Schild „Monte Bonito 11 km". Diesen „schönen Berg" wollten wir uns ansehen. Schon nach wenigen Minuten Autofahrt stiegen wir aus, weil wir auf der linken Seite zahllose gelbe Blüten entdeckt hatten.

Der Hügel ist teils steinig und nur unten mit Büschen bewachsen. Auf den unteren Terrassen des ersten Hügels sahen wir ausschließlich N. megapotamicus (Osten) Herter in voller Blüte. Die Pflanzen sind alle kugelig bis 8 cm breit und hoch, sie blühen aber auch schon wenn sie kleiner sind. Die Zahl der Rippen schwankt zwischen 9 und 15. Diese Rippen sind bogenförmig und in den Vertiefungen zwischen den Höckern liegen die Areolen. Besonders schön sind die grauen und dichten Dornen, die die ganze Pflanze einhüllen. Es sind um 10 Randdornen, die seitlich spreizen, teilweise gebogen oder verkrümmt sind. Die längsten Dornen sind über einen Zentimeter lang, bei kleinen Pflanzen aber auch kürzer. Am Fuß sind die Dornen dunkler. Die 3 Mitteldornen sind nur wenig kräftiger und länger, je einer ist nach links und rechts, der dritte nach unten gerichtet. Die Dornen stechen nicht. Die intensiv gelben Blüten sind 4 cm breit. Die 8 oder 9 Narben sind hellrot. Wir fragten uns, was die braunen Ameisen da in der Blüte suchen.

Weiter oben sehen wir, das auf der anderen Straßenseite ein ähnlich steiniger Hügel zu sehen ist, der teilweise als Steinbruch dient. Wir lesen das Schild „Pedreira Silveira". Den Hügel am Rand des großen Lochs haben wir auch noch bestiegen. Auf diesem zirka 40 Meter hohen Berg kommt eine zweite Pflanze hinzu: N. langsdorfii (Lehm.) Krainz. Es könnte der gleiche schwach bedornte Typus dieser Art sein, der auch westlich von Pinheiro Machado oder bei Cangucu wächst. Die Körperfarbe ist grasgrün mit etwas grauem Belag auf der Epidermis. Die Pflanzen werden bis 10 cm breit und 6 cm hoch. In der Jugend sind sie recht flach. Die 14 bis 16 Rippen sind stumpf, um die Areolen etwas höckerig. Stark sprossende Exemplare ähneln dem N. pulvinatus Vliet, der jedoch sehr scharfe Rippen besitzt. Die meisten Pflanzen waren bis ins Alter solitär.

Die 7 bis 10 grauweißen Dornen sind nur im Neutrieb braunrot. Sie stehen alle ein wenig ab und die nach oben gerichteten Mitteldornen stechen, wenn man die Pflanze anfasst. Die Trennung von Rand- und Mitteldornen ist schwer, denn fast alle Dornenfiguren in den Areolen waren schadhaft. Die Dornen scheinen leicht abzubrechen. Wir haben von dieser Art keine Jungpflanzen bemerkt - nur kleinere Sprosse.

11 Monate später waren wir wieder in der Gegend von Monte Bonito. Eigentlich wollten wir weitere Blütenaufnahmen von N. langsdorfii schießen. Diese Pflanze finden wir bemerkenswerter als die anderen Malacocarpen. Jetzt Ende Oktober 2006 haben wir keine Blüten von dieser Pflanze entdecken können. Aber wir fanden zwei weitere Kakteenarten. Da war erst N. ottonis (Lehm.) A. Berger ex Backeb., der zusammen mit N. megapotamicus wächst, der aber die schattigeren Plätze bevorzugt. In einem Hügel aus weißem Sand fanden wir dann auch noch Frailea pygmaea (Speg.) Br. & R. mit der weißgelben Blüte.

Alle Fotos von den Autoren

Angela und Frederico Jaekel, Pelotas frederico_jaekel@terra.com.br

Summary

In this instalment of the picture postcards from the Pampa, Angela and Frederico JAEKEL present a locality which is only a stone's throw from their home town Pelotas. A Brazilian porcupine brings them to a halt on the road. They then find, near a quarry at Monte Bonito, on the mountainside, N. megapotamicus (Osten) Herter in flower and N. langsdorfii (Lehm.) Krainz, which shows a certain resemblance to N. pulvinatus Vliet, as they both offset. After a year (26th October 2006) the JAEKELs again visited the locality. They then found two further species in flower: N. ottonis (Lehm.) A. Berger ex Backeb. and Frailea pygmaea (Speg.) Br. & R..

Translation by Alan Butler

Frailea pygmaea
Frailea pygmaea

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 © 2005-2010 Paul C. Laney

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